Fachliche Einblicke zu Audits
1. Interne Audits als Steuerungsinstrument
Interne Audits sind nicht nur Vorbereitung auf Zertifizierungen, sondern ein zentrales Steuerungsinstrument,
um die Wirksamkeit von Managementsystemen kontinuierlich zu verbessern.
2. Audit nach ISO 19011 als Standardrahmen
ISO 19011 definiert die Grundsätze für Audits wie Objektivität, Unabhängigkeit und Nachvollziehbarkeit
und stellt sicher, dass Audits strukturiert und vergleichbar durchgeführt werden.
3. Häufige Audit-Feststellungen (Findings)
Typische Findings sind fehlende Nachweise, unvollständige Dokumentation oder Prozesse, die nicht
mit der Realität im Unternehmen übereinstimmen.
4. Bedeutung der Audit-Trail-Prüfung
Auditoren prüfen häufig den sogenannten Audit-Trail, also die vollständige Nachvollziehbarkeit
von Entscheidungen, Maßnahmen und Datenflüssen.
5. Rolle des Managements im Audit
Die Unternehmensleitung muss nachweisen, dass sie das Managementsystem aktiv unterstützt
und regelmäßig bewertet (Management Review).
6. Risiko-basierter Auditansatz
Moderne Audits basieren auf einem risikoorientierten Ansatz, bei dem besonders kritische Bereiche
intensiver geprüft werden.
7. Auditdokumentation als Nachweisbasis
Alle Auditaktivitäten müssen dokumentiert werden, um gegenüber Zertifizierern und Behörden
Nachweisfähigkeit sicherzustellen.
8. Bedeutung von Korrekturmaßnahmen (CAPA)
Corrective and Preventive Actions (CAPA) sind Maßnahmen zur Behebung und Vermeidung von Abweichungen
und zentral für die kontinuierliche Verbesserung.
9. Auditfähigkeit als Reifegradindikator
Die Auditfähigkeit eines Unternehmens zeigt, wie strukturiert Prozesse dokumentiert und gelebt werden –
ein wichtiger Indikator für organisatorische Reife.
10. Kombination von ISO 27001 und ISO 9001 Audits
In integrierten Managementsystemen können Audits kombiniert werden, wodurch Synergien entstehen
und der Prüfaufwand deutlich reduziert wird.